Elektroautos versichern: Geico und Progressive nicht verfügbar - was ist stattdessen günstig?

Elektroautos versichern: Geico und Progressive nicht verfügbar - was ist stattdessen günstig?
Feb 5, 2026

Geico und Progressive - Namen, die viele Autofahrer aus den USA kennen. Doch in Deutschland spielen diese Versicherer keine Rolle. Wenn Sie ein Elektroauto besitzen oder planen, eines zu kaufen, fragen Sie sich vielleicht: Welche Versicherung ist günstiger? Hier erfahren Sie, warum Geico und Progressive in Deutschland nicht verfügbar sind und welche Alternativen es stattdessen gibt.

Warum gibt es Geico und Progressive nicht in Deutschland?

Geico und Progressive sind US-amerikanische Versicherungsgesellschaften. Sie betreiben keine Geschäfte in Europa. In Deutschland gibt es andere Anbieter, die auf lokale Gegebenheiten abgestimmt sind. Die Versicherung für Elektroautos unterscheidet sich stark von herkömmlichen Fahrzeugen. Das liegt vor allem an der Batterie als zentrales Bauteil mit hohen Reparaturkosten und speziellen Sicherheitsanforderungen. In den USA werden diese Unterschiede von Geico und Progressive abgedeckt, doch in Deutschland müssen Sie auf heimische Anbieter zurückgreifen.

Was macht die Versicherung für Elektroautos so besonders?

Elektroautos haben keine Verbrennungsmotoren. Stattdessen sind Batterien teuer und schwer zu reparieren. Eine beschädigte Batterie kann bis zu 15.000 Euro kosten. Zudem gibt es spezielle Ladestationen, die bei Unfällen Schäden verursachen können. Versicherer in Deutschland berücksichtigen diese Risiken genau. Die Reparaturkosten für Elektroautos sind durchschnittlich 30% höher als bei Benzinern. Das spiegelt sich in den Prämien wider.

Die wichtigsten Faktoren für Ihre Versicherungsprämie

  • Batteriegröße: Größere Akkus (z. B. 100 kWh) kosten mehr zu versichern als kleinere (60 kWh).
  • Fahrzeugwert: Luxus-Elektroautos wie der Tesla Model S sind teurer zu versichern als günstige Modelle wie der Nissan Leaf.
  • Ladestationen: Private Ladestationen erhöhen das Risiko von Stromschlag-Unfällen. Einige Anbieter bieten Sonderbedingungen dafür.
  • Fahrerprofil: Junge Fahrer zahlen oft mehr, da sie seltener Elektroautos fahren und somit als risikoreicher gelten.
Techniker untersucht Elektroauto-Batterie mit abstrakten Münzen, warme Beleuchtung

Vergleich der größten deutschen Versicherer für Elektroautos

Vergleich der Versicherungsprämien für Elektroautos in Deutschland
Versicherer Basistarif (jährlich) Batterie-Garantie Spezialleistungen
Allianz ab 500 € Ja, bis zu 8 Jahre 24/7-Notdienst, Ladestationen abgedeckt
AXA ab 480 € Ja, bis zu 5 Jahre Kostenlose Ladestationen-Prüfung, Unfall-Hilfe vor Ort
HanseMerkur ab 450 € Nein Rabatte für junge Fahrer, Ladestationen-Versicherung inklusive
Debeka ab 520 € Ja, bis zu 7 Jahre Spezialist für Elektroautos, Garantie für Batteriewechsel

Diese Daten basieren auf einem Mittelklasse-Elektroauto wie dem Volkswagen ID.4 mit 77 kWh Batterie. Die Preise gelten für einen 35-jährigen Fahrer mit guter Schadensfreiheit. Wichtig: Versicherungsprämien sind individuell berechnet. Ein Vergleich lohnt sich immer.

Tipps für günstigere Elektroauto-Versicherungen

  • Wählen Sie höhere Selbstbeteiligungen: Bei 500 € Selbstbeteiligung sparen Sie bis zu 20% gegenüber 200 €.
  • Nutzen Sie Rabatte: Viele Anbieter bieten Sonderkonditionen für Elektroauto-Fahrer. Debeka gibt zum Beispiel 15% Rabatt auf den Gesamtpreis.
  • Prüfen Sie Ladestationen-Versicherung: Private Ladestationen erhöhen das Risiko. Einige Versicherer wie HanseMerkur decken sie kostenlos mit ein.
  • Vergleichen Sie mindestens 3 Angebote: Die Preisspanne zwischen Anbietern kann bis zu 30% betragen.

Ein konkretes Beispiel: Ein Fahrer mit einem Hyundai Kona Electric (64 kWh) bei Allianz zahlt 620 € pro Jahr. Mit derselben Fahrzeugklasse bei Debeka sind es nur 540 € - eine Ersparnis von 80 € jährlich.

Drei abstrakte Versicherungssymbole auf deutscher Stadtlandschaft, pastellfarben

FAQ: Häufige Fragen zur Elektroauto-Versicherung

Warum ist die Versicherung für Elektroautos teurer als für Benziner?

Die Kosten für Batteriereparaturen sind deutlich höher. Eine defekte Batterie kostet durchschnittlich 10.000-15.000 Euro. Zudem benötigen Elektroautos spezialisierte Werkstätten, die weniger verfügbar sind. In Deutschland sind die Reparaturkosten für Elektroautos um 30% höher als für Verbrenner. Das spiegelt sich in den Prämien wider.

Gibt es Rabatte für Elektroautos?

Ja, viele Versicherer bieten spezielle Rabatte. Allianz gibt 10% für Elektroauto-Fahrer, Debeka sogar 15%. HanseMerkur vergünstigt die Prämie, wenn Sie eine private Ladestation nutzen. Wichtig: Diese Rabatte gelten nicht automatisch. Sie müssen sie beim Abschluss explizit beantragen.

Deckt die Versicherung Batterie-Schäden ab?

Grundsätzlich ja - aber nur in der Vollkaskoversicherung. In der Teilkasko sind Batterieschäden nur bei Diebstahl oder Vandalismus abgedeckt. Wichtig: Die Herstellergarantie für Batterien läuft meist 8 Jahre. Danach müssen Sie selbst für Reparaturen aufkommen. Einige Anbieter wie Allianz bieten eine zusätzliche Batterie-Garantie für bis zu 8 Jahre an.

Muss ich die Ladestation extra versichern?

Ja, wenn Sie eine private Ladestation betreiben. Sie fällt unter die Hausratversicherung. Die meisten Anbieter wie HanseMerkur oder AXA decken sie kostenlos mit ein. Bei Allianz müssen Sie sie explizit in die Versicherung aufnehmen. Ohne Versicherung bei Schäden zahlen Sie selbst - zum Beispiel bei Blitzeinschlag oder Wasserschäden.

Wie hoch sind die Reparaturkosten für Elektroautos?

Die durchschnittlichen Reparaturkosten liegen bei 3.500 Euro pro Schaden - das ist 30% mehr als bei Verbrennern. Besonders teuer sind Batterie- oder Elektronikschäden. Ein defekter Ladecontroller kostet bis zu 2.000 Euro. Zudem sind Werkstattkosten höher, weil nur spezialisierte Betriebe Elektroautos reparieren dürfen. In München sind die Preise etwa 15% höher als im ländlichen Raum.

Was kommt als Nächstes?

Wenn Sie ein Elektroauto kaufen, vergleichen Sie mindestens drei Angebote. Nutzen Sie Online-Tools wie Verivox oder Check24. Achten Sie auf die Batterie-Garantie und Ladestationen-Abdeckung. In Bayern gilt: Wer eine private Ladestation hat, kann bis zu 120 Euro jährlich sparen - wenn die Versicherung das unterstützt. Testen Sie verschiedene Anbieter und fragen Sie nach Rabatten für Elektroautos. So finden Sie die günstigste Lösung für Ihr Fahrzeug.

Lukas Ehrlichmann

Lukas Ehrlichmann

Ich bin ein Automobil-Experte mit großer Leidenschaft für die neuesten Trends und Technologien in der Branche. Meine Spezialität liegt in der Bewertung und Analyse von Fahrzeugen sowie in der Fortbildung über umweltschonende Antriebe. Ich schreibe gerne informative Artikel und Blogposts über grüne Energie und wie diese die Automobilindustrie revolutioniert.