Hat Toyota ein Elektroauto? Alle Modelle und aktuelle Entwicklungen 2026

Hat Toyota ein Elektroauto? Alle Modelle und aktuelle Entwicklungen 2026
Jan 25, 2026

Toyota hat lange als der große Zögerer der Elektromobilität gegolten. Während andere Hersteller schon 2020 mit massiven Elektroauto-Programmen starteten, blieb Toyota bei Hybridtechnik und Wasserstoff. Doch seit 2022 hat sich alles geändert. Heute hat Toyota nicht nur ein Elektroauto - es hat mehrere. Und sie sind nicht mehr nur Testmodelle, sondern echte Serienfahrzeuge, die auf deutschen Straßen zu sehen sind.

Das erste echte Elektroauto von Toyota: der bZ4X

Das erste vollständig elektrisch angetriebene Toyota-Modell, das weltweit verkauft wurde, ist der bZ4X ein kompaktes SUV mit reinem Elektroantrieb, das 2022 als erstes Modell der neuen bZ-Serie eingeführt wurde. Er basiert auf der e-TNGA-Plattform, die Toyota gemeinsam mit Subaru entwickelt hat - das Pendant dazu ist der Subaru Solterra. Der bZ4X kommt mit zwei Antriebsvarianten: Frontantrieb mit 204 PS und Allrad mit 218 PS. Die Reichweite liegt je nach Ausstattung zwischen 450 und 500 Kilometern nach WLTP. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent dauert mit 150 kW DC-Ladestationen etwa 30 Minuten.

Der bZ4X ist kein Luxus-Elektroauto. Er ist ein praktisches, solides SUV mit einem geräumigen Innenraum, guter Sicht und Toyota-typischer Verarbeitungsqualität. Die Ausstattung ist modern, aber nicht überladen. Der Infotainment-Bildschirm ist etwas klein, und die Bedienung über Touchscreen ist nicht immer intuitiv - das ist ein Punkt, an dem Toyota noch nachbessern könnte. Aber die Fahrzeugdynamik ist ausgeglichen, die Federung komfortabel, und die Elektromotoren liefern sanfte, aber zuverlässige Leistung.

Weitere Elektroautos von Toyota: bZ3 und bZ5X

Nach dem bZ4X folgte 2023 der bZ3 ein rein elektrisches Sedan-Modell, das in Zusammenarbeit mit BYD entwickelt wurde und auf der BYD Blade-Batterietechnologie basiert. Der bZ3 ist vor allem in China verbreitet, aber er wurde auch in Europa als Testmodell gezeigt. Mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern und einem Preis unter 30.000 Euro wäre er ein starkes Angebot - doch Toyota hat ihn bisher nicht für den deutschen Markt freigegeben.

Im Jahr 2025 kam der bZ5X ein größerer, familientauglicher Elektro-SUV mit bis zu 600 Kilometern Reichweite und einer Ladeleistung von bis zu 200 kW auf den Markt. Er ist der direkte Konkurrent zum Volkswagen ID.7 und Hyundai Ioniq 6. Der bZ5X hat einen modernen Innenraum mit einem großen zentralen Bildschirm, einem digitalen Armaturenbrett und einem neuen, vereinfachten Bedienkonzept. Die Batterie ist modular aufgebaut und kann je nach Bedarf mit 60 kWh, 70 kWh oder 80 kWh ausgestattet werden. Toyota hat auch eine schnelle Lade-Technologie namens "Ultra-Fast Charging" eingeführt, die bei 800-Volt-Infrastruktur 10 Minuten Ladezeit für 300 Kilometer Reichweite verspricht.

Warum hat Toyota so spät mit Elektroautos angefangen?

Toyota hat jahrzehntelang auf Hybride gesetzt - vor allem den Prius, der seit 1997 verkauft wird. Bis 2020 hatte Toyota über 20 Millionen Hybridfahrzeuge weltweit verkauft. Das war ein riesiger Erfolg. Die Technik war zuverlässig, sparsam und brauchte keine Ladeinfrastruktur. Viele Kunden, besonders in Japan und Europa, waren damit zufrieden.

Aber der Markt hat sich verändert. Regierungen haben Verbrenner-Verbote beschlossen. Kunden wollten mehr Reichweite und schnellere Ladezeiten. Und Konkurrenten wie Tesla, Volkswagen und Hyundai haben Elektroautos massenhaft produziert und preislich aggressiv positioniert. Toyota erkannte: Wer jetzt nicht umschaltet, verliert den Markt.

Seit 2021 hat Toyota mehr als 15 Milliarden Euro in Elektroantriebe investiert. Das Ziel: Bis 2030 sollen 3,5 Millionen Elektrofahrzeuge pro Jahr verkauft werden - das sind fast 40 Prozent des gesamten Toyota-Verkaufs. Der bZ4X und bZ5X sind nur der Anfang.

Toyota bZ5X auf der Autobahn mit Ladestation und Reichweiten-Anzeige.

Wie vergleicht sich Toyota mit anderen Elektroauto-Herstellern?

Im Vergleich zu Tesla oder BYD ist Toyota noch kein Elektro-Pionier. Aber im Vergleich zu traditionellen Herstellern wie BMW oder Mercedes hat Toyota einen klaren Vorteil: Erfahrung mit Elektrizität. Der Prius hat gezeigt, dass Toyota Elektromotoren, Batterien und Energiemanagement beherrscht. Die Batterien im bZ4X sind nicht die teuersten, aber sie sind robust und haben eine lange Lebensdauer - Toyota garantiert sie für 10 Jahre oder 160.000 Kilometer.

Ein wichtiger Unterschied: Toyota setzt nicht auf große, leistungsstarke Batterien, sondern auf Effizienz. Der bZ4X verbraucht im Durchschnitt 15,5 kWh pro 100 km - das ist weniger als der VW ID.4 (17,2 kWh) oder der Hyundai Kona Electric (16,8 kWh). Das macht ihn günstiger im Betrieb. Und bei der Wiederverwertung von Batterien arbeitet Toyota mit Recycling-Partnern wie Umicore zusammen, um bis zu 95 Prozent der Materialien zurückzugewinnen.

Was ist mit Wasserstoff? Hat Toyota nicht auch Wasserstoffautos?

Ja, Toyota hat den Mirai - ein Wasserstoffauto, das seit 2014 verkauft wird. Es ist ein technisch beeindruckendes Fahrzeug: Es lädt in fünf Minuten, hat eine Reichweite von 650 Kilometern und emittiert nur Wasserdampf. Aber es gibt kaum Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland - weniger als 100. Deshalb ist der Mirai kein Massenprodukt. Er bleibt ein Nischenfahrzeug, das vor allem für Flotten und Behörden interessant ist.

Toyota sagt: Wasserstoff hat seine Berechtigung - vor allem für Lkw und Busse. Aber für Pkw ist Elektro der klare Weg. Deshalb hat Toyota 2023 angekündigt, die Entwicklung des Mirai zu reduzieren und die Ressourcen auf Elektroautos zu konzentrieren. Der Mirai wird weiter verkauft, aber nicht mehr massiv gefördert.

Elektroauto-Fertigung in Portugal mit Robotern und Batterien.

Wie viel kosten Toyota Elektroautos in Deutschland?

Der bZ4X startet in Deutschland bei 36.990 Euro (Nettopreis) für die Basisversion mit Frontantrieb. Mit Allrad und Vollausstattung liegt er bei etwa 45.000 Euro. Der bZ5X wird ab 42.000 Euro erhältlich sein - etwas teurer als der ID.7, aber mit besserer Reichweite und einer längeren Batteriegarantie.

Im Vergleich zu anderen Elektroautos ist Toyota nicht der billigste Anbieter. Aber er ist einer der zuverlässigsten. Die Kosten für Wartung und Reparatur liegen deutlich unter denen von Tesla oder Hyundai, weil die Technik einfach und bewährt ist. Und die Resale-Werte sind hoch: Ein gebrauchter bZ4X aus dem Jahr 2023 behält noch 65 Prozent seines Neuwertes nach drei Jahren - das ist besser als bei den meisten deutschen Konkurrenten.

Was kommt als Nächstes?

Toyota hat bis 2027 mindestens zehn neue Elektroautos geplant. Dazu gehören ein kleiner Stadtwagen, ein Elektro-Pickup, ein Elektro-MPV für Familien und ein sportliches Coupé. Alle werden auf der neuen e-TNGA-Plattform basieren und mit der neuesten Batterietechnik ausgestattet sein. Einige Modelle werden auch in Europa produziert - Toyota baut gerade eine neue Elektro-Fabrik in Portugal, die ab 2026 jährlich 200.000 Fahrzeuge liefern soll.

Die Zukunft von Toyota ist elektrisch. Und sie ist nicht mehr eine Frage von "ob", sondern von "wann". Die Elektroautos von Toyota sind jetzt da - und sie sind gut genug, um ernst genommen zu werden.

Hat Toyota überhaupt ein Elektroauto?

Ja, Toyota hat mehrere Elektroautos. Das erste war der bZ4X, der 2022 auf den Markt kam. Seit 2025 gibt es auch den bZ5X, einen größeren Elektro-SUV. Weitere Modelle wie der bZ3 und ein kleiner Stadtwagen folgen in den nächsten Jahren.

Ist der Toyota bZ4X ein gutes Elektroauto?

Der bZ4X ist ein solides, zuverlässiges Elektro-SUV mit guter Reichweite und niedrigem Verbrauch. Er ist nicht das schnellste oder luxuriöseste Auto, aber er ist praktisch, sicher und hat eine lange Batteriegarantie. Für Familien und Alltagsfahrer ist er eine sehr gute Wahl.

Wie viel kostet ein Toyota Elektroauto in Deutschland?

Der bZ4X startet bei 36.990 Euro, der bZ5X bei 42.000 Euro. Beide Modelle sind teurer als vergleichbare VW- oder Hyundai-Modelle, aber sie bieten eine bessere Langzeitzuverlässigkeit und höhere Wiederverkaufswerte.

Warum hat Toyota so lange mit Elektroautos gewartet?

Toyota hat jahrzehntelang auf Hybridtechnik gesetzt, weil sie effizient und ohne Ladeinfrastruktur funktioniert. Erst als der Markt sich veränderte und Verbrenner-Verbote kamen, hat Toyota massiv in Elektroautos investiert. Die Erfahrung mit Hybridantrieben half dabei, die Batterietechnik schneller zu entwickeln.

Gibt es von Toyota auch einen Elektro-Pickup?

Ja, Toyota plant einen Elektro-Pickup, der ab 2026 auf den Markt kommen soll. Er wird auf der gleichen Plattform wie der bZ5X basieren und eine Reichweite von über 550 Kilometern haben. Er ist als Konkurrent zum Ford F-150 Lightning und Rivian R1T gedacht.

Toyota hat den Sprung vom Hybrid-Pionier zum Elektrohersteller geschafft. Die Fahrzeuge sind nicht perfekt - aber sie sind real, verfügbar und gut genug, um eine echte Alternative zu bieten. Wer bisher dachte, Toyota sei nicht elektrisch, irrt sich.

Lukas Ehrlichmann

Lukas Ehrlichmann

Ich bin ein Automobil-Experte mit großer Leidenschaft für die neuesten Trends und Technologien in der Branche. Meine Spezialität liegt in der Bewertung und Analyse von Fahrzeugen sowie in der Fortbildung über umweltschonende Antriebe. Ich schreibe gerne informative Artikel und Blogposts über grüne Energie und wie diese die Automobilindustrie revolutioniert.