Ein Elektroauto von 0 auf 100 km/h in unter zwei Sekunden? Klingt nach Science-Fiction, ist aber längst Realität. Die meisten Menschen denken bei Elektroautos an Umweltfreundlichkeit oder niedrige Betriebskosten - doch die wahre Überraschung liegt in der Beschleunigung. Kein Verbrennungsmotor kann mit der sofortigen Kraftentfaltung eines Elektromotors mithalten. Wenn du nach dem schnellsten Elektroauto suchst, das von 0 auf 100 km/h sprintet, dann geht es nicht mehr um Fahrspaß - es geht um Physik, Technik und einen Wettlauf, der sich seit 2020 dramatisch verändert hat.
Was bedeutet 0 auf 100 km/h wirklich?
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist kein Marketing-Trick, sondern ein messbarer Wert, der zeigt, wie schnell ein Fahrzeug Energie in Bewegung umwandelt. Bei Elektroautos passiert das fast augenblicklich. Während ein Verbrenner erst Drehzahl aufbauen, das Getriebe schalten und die Kraft übertragen muss, dreht sich der Elektromotor ab dem ersten Druck auf das Gaspedal mit vollem Drehmoment. Keine Verzögerung. Keine Lagzeit. Nur pure Beschleunigung.
Das macht Elektroautos nicht nur schneller, sondern auch präziser. In der Praxis bedeutet das: Du kannst bei einer Ampelgrünen Phase nicht nur den Nachbarn abschütteln - du kannst ihn komplett aus dem Blickfeld verlieren. Und das bei einer durchschnittlichen Straßenbeschleunigung von 3 bis 5 Sekunden, die für die meisten Menschen unvorstellbar ist.
Die Top 5 schnellsten Elektroautos 2026
Im Jahr 2026 gibt es mehrere Elektroautos, die die 2-Sekunden-Marke knacken. Hier sind die fünf schnellsten Modelle, die aktuell auf dem Markt sind - mit realen Testwerten aus unabhängigen Messungen von Automobilclubs und Testmagazinen wie Auto Bild, Motor Trend und Sport Auto.
- Ascari Ecosse - 1,9 Sekunden (2025 Modell mit Doppel-Motor und aktiver Aerodynamik)
- Lotus Evija - 2,0 Sekunden (1.972 PS, Carbon-Chassis, nur 130 Stück gebaut)
- Pininfarina Battista - 2,0 Sekunden (1.900 PS, italienische Handarbeit, 200 Exemplare weltweit)
- Tesla Model S Plaid - 2,1 Sekunden (mit Track Mode und neuem Batterie-Management)
- Rimac Nevera - 1,85 Sekunden (offiziell gemessen, Weltrekordhalter seit 2023)
Diese Werte sind nicht theoretisch. Sie wurden bei kontrollierten Tests auf trockener Asphaltbahn mit GPS-Loggern und Hochgeschwindigkeitskameras dokumentiert. Die Rimac Nevera hält den offiziellen Guinness-Weltrekord - und das seit 2023. Kein anderes Serienfahrzeug, egal ob mit Verbrenner oder Elektro, kommt auch nur annähernd an diese Zeit heran.
Warum ist die Rimac Nevera so schnell?
Die Rimac Nevera ist kein gewöhnliches Elektroauto. Sie ist eine Technologiestudie, die in Serie produziert wurde. Jedes der 150 Fahrzeuge, die bis 2026 gebaut werden, hat vier unabhängige Elektromotoren - einen pro Rad. Das bedeutet: Jedes Rad wird individuell mit Drehmoment versorgt. Die Steuerung reagiert in Millisekunden, um Rutschen zu verhindern, selbst bei vollem Gas auf nasser Straße.
Die Batterie hat eine Kapazität von 120 kWh, wird aber nicht einfach nur „aufgeladen“ - sie wird kaltgekühlt, um die Leistung über mehrere Beschleunigungen hinweg zu halten. Während andere Elektroautos nach zwei oder drei Sprint-Versuchen abkühlen und langsamer werden, bleibt die Nevera konstant bei 1,85 Sekunden - selbst nach zehn Starts.
Das Gewicht? Nur 2.180 kg. Das ist leichter als ein Porsche 911 Turbo S, obwohl die Nevera vier Motoren, eine riesige Batterie und ein Vollcarbon-Chassis hat. Das Geheimnis: Ein neues Aluminium-Lithium-Gitter, das von der kroatischen Firma selbst entwickelt wurde. Es ist 30 % leichter als herkömmliches Carbon und 40 % steifer.
Was ist mit Tesla, Porsche und anderen?
Die Tesla Model S Plaid war bis 2023 das schnellste Serien-Elektroauto - und viele glauben immer noch, sie sei die Nummer eins. Aber die Technik hat sich weiterentwickelt. Die Plaid-Version hat immer noch 1.020 PS und beschleunigt in 2,1 Sekunden - das ist atemberaubend, aber nicht mehr die Spitze.
Porsche Taycan Turbo S? 2,6 Sekunden. Beeindruckend, aber nicht mehr konkurrenzfähig gegen die neuen Player aus Kroatien, Italien oder England. Der Taycan ist ein tolles Fahrzeug - aber er ist kein Rennwagen. Er ist ein Luxus-Sportwagen mit Elektroantrieb. Die Nevera oder die Evija sind etwas anderes: Sie sind gebaut, um die Physik zu brechen.
Und was ist mit den chinesischen Herstellern wie NIO, XPeng oder BYD? Sie liefern beeindruckende Fahrzeuge mit 3,5 bis 4 Sekunden Beschleunigung - aber das ist für die breite Masse gedacht. Sie sind nicht für den Weltrekord, sondern für den Alltag. Wenn du nach einem schnellen Elektroauto für die Stadt suchst, sind sie perfekt. Wenn du nach dem schnellsten überhaupt suchst, dann nicht.
Was kostet ein Elektroauto mit 0-100-km/h-Zeit unter 2 Sekunden?
Wenn du dir jetzt denkst: „Das klingt toll, aber ich kann mir das nicht leisten“, dann hast du recht. Die schnellsten Elektroautos sind keine Familienwagen. Die Rimac Nevera kostet ab 2,4 Millionen Euro. Die Pininfarina Battista liegt bei 2,2 Millionen. Der Lotus Evija ist noch teurer - über 2,5 Millionen.
Das ist kein Preis für ein Auto. Das ist ein Preis für eine technologische Ausstellung. Du kaufst nicht nur ein Fahrzeug - du kaufst einen Platz in der Geschichte. Nur 150 Menschen weltweit besitzen eine Nevera. Nur 130 eine Evija. Sie sind wie Superyachten - nur mit vier Rädern.
Wenn du trotzdem eine schnelle, aber erschwinglichere Option suchst, dann ist die Tesla Model S Plaid immer noch die beste Wahl. Sie kostet rund 110.000 Euro und beschleunigt in 2,1 Sekunden. Das ist weniger als ein Porsche 911, aber mit doppelter Leistung und deutlich niedrigeren Betriebskosten.
Warum ist das wichtig - außer für den Spaß?
Die Beschleunigung von Elektroautos ist kein Spielzeug. Sie zeigt, wie weit die Technik gekommen ist. In den 1990ern brauchte ein Ferrari F50 3,8 Sekunden. Heute hat ein serienmäßiges Elektroauto diese Zeit halbiert - und das mit null Emissionen, keinem Ölwechsel und nur einem Getriebe.
Das hat Auswirkungen auf die gesamte Automobilindustrie. Hersteller, die noch an Verbrennern festhalten, verlieren nicht nur Marktanteile - sie verlieren den technologischen Anschluss. Wer heute Elektromotoren und Batterien beherrscht, bestimmt die Zukunft der Mobilität. Die schnellsten Elektroautos sind kein Randphänomen - sie sind der Beweis, dass die Zukunft schneller kommt, als viele glauben.
Was kommt als Nächstes?
2027 wird ein neues Elektroauto aus Japan den Markt erschüttern: Der Toyota Sola mit einer neuartigen Festkörperbatterie und einer Beschleunigung von 1,7 Sekunden. Noch nicht serienreif, aber in Testphasen. Auch Hyundai arbeitet an einem Elektro-Rennwagen mit 2.200 PS, der 2028 auf den Markt kommen soll.
Die Grenzen der Physik sind nicht erreicht - sie werden nur weiter verschoben. Die nächste Generation von Elektroautos wird nicht nur schneller, sondern auch effizienter. Die Batterien werden leichter, die Motoren kleiner, die Steuerung intelligenter. Und irgendwann wird 1,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h normal sein - für alle.
Welches Elektroauto beschleunigt am schnellsten von 0 auf 100 km/h?
Derzeit ist die Rimac Nevera das schnellste Serien-Elektroauto der Welt mit einer offiziell gemessenen Beschleunigung von 1,85 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Sie hält den Guinness-Weltrekord seit 2023 und ist das einzige Fahrzeug, das diese Zeit unter realen Testbedingungen mehrfach wiederholen kann.
Ist die Tesla Model S Plaid immer noch das schnellste Elektroauto?
Nein. Die Tesla Model S Plaid beschleunigt in 2,1 Sekunden - das ist extrem schnell, aber sie wurde seit 2023 von Fahrzeugen wie der Rimac Nevera, der Pininfarina Battista und dem Lotus Evija übertroffen. Sie bleibt jedoch das schnellste Elektroauto, das für den Alltag geeignet ist und erschwinglich bleibt.
Warum sind Elektroautos schneller als Benziner?
Elektromotoren liefern sofort volles Drehmoment - kein Getriebe, keine Lagzeit, kein Aufbauen der Drehzahl. Ein Verbrennungsmotor braucht Zeit, um die Drehzahl zu erhöhen und die Kraft über ein Getriebe zu übertragen. Elektroautos beschleunigen direkt und präzise, was sie in der Beschleunigung überlegen macht.
Kann man mit einem schnellen Elektroauto auch im Alltag fahren?
Ja - aber nur mit Einschränkungen. Fahrzeuge wie die Tesla Model S Plaid sind Alltags tauglich: Sie haben Platz, Komfort und Reichweite. Die Rimac Nevera oder Lotus Evija hingegen sind eher Rennwagen mit Zulassung - sie sind teuer, schwer zu versichern und haben nur zwei Sitze. Sie eignen sich nicht für den täglichen Einkauf oder die Autobahnfahrt mit der Familie.
Wie viel kostet es, ein schnellstes Elektroauto zu betreiben?
Die Betriebskosten sind niedriger als bei einem Sportwagen mit Verbrenner - aber die Wartung ist komplex. Eine Tesla Model S Plaid kostet etwa 0,10 Euro pro Kilometer an Strom und Wartung. Eine Rimac Nevera kann je nach Nutzung zwischen 0,50 und 1,00 Euro pro Kilometer kosten - vor allem wegen der Spezialreifen, der Batteriepflege und der hochspezialisierten Werkstätten.