Wie viel kostet es, ein Elektroauto für 300 Meilen zu laden?

Wie viel kostet es, ein Elektroauto für 300 Meilen zu laden?
Feb 22, 2026

Wie viel kostet es, ein Elektroauto für 300 Meilen (ca. 480 km) zu laden? Diese Frage stellen sich viele, die gerade über den Wechsel von Benzin oder Diesel nachdenken. Die Antwort ist einfacher, als du denkst - aber sie hängt von drei Dingen ab: deinem Auto, deinem Stromtarif und wo du lädst.

Wie viel Strom braucht ein Elektroauto für 300 Meilen?

Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht zwischen 18 und 25 kWh pro 100 km. Das hängt von Gewicht, Aerodynamik, Motorleistung und Fahrstil ab. Für 480 km (300 Meilen) rechnest du also mit 86 bis 120 kWh Strom.

Ein Kleinwagen wie der Renault Zoe braucht etwa 16 kWh/100 km - das sind 77 kWh für 480 km. Ein großer SUV wie der Tesla Model Y verbraucht 20 kWh/100 km - also 96 kWh. Ein Mercedes EQS mit 22 kWh/100 km kommt auf 106 kWh. Die Zahlen sind real, basierend auf offiziellen Verbrauchswerten von ADAC und EU-Testzyklen.

Wie viel kostet das Laden zu Hause?

Die günstigste Option ist das Laden zu Hause. In Deutschland liegt der durchschnittliche Strompreis bei 0,35 € pro kWh (Stand Februar 2026). Das ist der Preis für einen günstigen Ökostromtarif mit Nachtabschlag, den viele Haushalte nutzen.

Bei 86 kWh Verbrauch: 86 × 0,35 € = 30,10 €
Bei 120 kWh Verbrauch: 120 × 0,35 € = 42 €

Das bedeutet: Für 300 Meilen zahlt du zu Hause zwischen 30 und 42 Euro. Im Vergleich zu Benzin: Ein Auto mit 7 Liter/100 km und 1,80 €/Liter braucht für dieselbe Strecke 67,2 Liter - also 121 Euro. Elektroautos sparen also mehr als 70 %.

Laden an öffentlichen Säulen: Was kostet das?

Öffentliche Ladesäulen sind praktisch, aber teurer. Hier gibt es drei Preismodelle:

  • Pro kWh: 0,40 € bis 0,80 € (z. B. bei Ionity, Fastned)
  • Pro Minute: 0,35 € bis 0,60 € (meist bei DC-Schnellladern)
  • Pauschalpreis: 15 € bis 30 € für 300 Meilen (bei manchen Anbietern wie EnBW oder Vattenfall)

Wenn du 100 kWh bei 0,60 €/kWh lädst, kommst du auf 60 €. Bei 0,80 €/kWh sind es 80 €. Das ist fast doppelt so viel wie zu Hause. Warum? Weil Betreiber Infrastruktur, Wartung und Netzzuschläge einrechnen.

Einige Anbieter, wie der deutsche Netzbetreiber E.ON, bieten Tarife mit 0,45 €/kWh für Mitglieder - das wäre 45 € für 100 kWh. Aber solche Angebote brauchen oft eine Mitgliedschaft oder einen langfristigen Vertrag.

Was ist mit Schnellladen an der Autobahn?

Ja, du kannst in 20 Minuten 300 km laden - aber du zahlst dafür. Ein Schnelllader an der Autobahn kostet meist 0,65 €/kWh. Bei 90 kWh (typisch für einen Tesla oder Hyundai Ioniq 6) sind das 58,50 €. Das ist teurer als zu Hause, aber schneller als Tanken.

Wichtig: Schnellladen belastet die Batterie mehr. Wer täglich 300 Meilen fährt und immer an der Autobahn lädt, verschleißt die Batterie schneller. Die Hersteller empfehlen, Schnellladen nur gelegentlich zu nutzen - zum Beispiel für lange Reisen.

Vergleich dreier Lademethoden mit Kosten: Zuhause, öffentliche Säule und Autobahn-Schnelllader.

Wie du deine Kosten senkst

Wenn du regelmäßig 300 Meilen fährst, gibt es drei klare Strategien:

  1. Lade zu Hause mit Nachtstrom: Viele Anbieter bieten Tarife mit 0,20 €/kWh zwischen 22 und 6 Uhr. Dann kostet die 300-Meilen-Strecke nur 17 bis 24 €.
  2. Installiere eine private Wallbox: Mit Solaranlage und Speicher kannst du den Strom fast kostenlos erzeugen. In Bayern und Baden-Württemberg gibt es Förderungen bis zu 1.000 € für Wallboxen.
  3. Vermeide Schnellladen bei Alltagsfahrten: Nutze Ladesäulen in Supermärkten oder Parkhäusern mit 0,30-0,40 €/kWh. Das ist günstiger als Autobahn-Lader.

Einige Unternehmen, wie BMW oder VW, bieten ihren Kunden kostenlose Ladekarten für bestimmte Netzwerke. Wenn du ein Elektroauto kaufst, prüfe immer: Ist Ladekosten-Flatrate dabei?

Strompreise in Deutschland im Vergleich

Vergleich der Ladekosten für 300 Meilen (480 km) in Deutschland
Lademethode Strompreis pro kWh Kosten für 100 kWh Kosten für 86 kWh (günstigstes Auto)
Zuhause (Nachtstrom) 0,20 € 20 € 17 €
Zuhause (Normalstrom) 0,35 € 35 € 30 €
Öffentliche Ladesäule (günstig) 0,40 € 40 € 34 €
Autobahn-Schnelllader 0,65 € 65 € 56 €
Autobahn-Schnelllader (Premium) 0,80 € 80 € 69 €

Wie sich die Kosten entwickeln

Im Jahr 2026 sind die Strompreise in Deutschland stabiler als noch 2022. Die Energiekrise hat sich abgeschwächt, und viele Haushalte haben Solaranlagen. Die Preise für Ladeinfrastruktur fallen langsam - besonders bei Gleichstrom-Säulen.

Einige Städte wie München, Hamburg oder Köln haben bereits Ladezonen mit 0,25 €/kWh für Anwohner. In Berlin gibt es sogar kostenlose Ladesäulen in Parkhäusern für Elektroauto-Besitzer mit Anmeldung.

Die Bundesregierung plant bis 2030 1 Million öffentliche Ladepunkte. Das wird den Wettbewerb erhöhen - und die Preise senken.

Städtische Parkhaus-Ladestation mit kostenlosem Laden für Anwohner, morgendliche Sonne im Hintergrund.

Was ist mit Batterieverschleiß?

Ein häufiger Mythos: Schnellladen ruiniert die Batterie. Das stimmt nicht - aber es beschleunigt den natürlichen Abbau. Moderne Elektroautos (ab 2020) haben intelligente Lade-Systeme. Sie reduzieren die Ladeleistung bei hohen Temperaturen oder bei über 80 % Ladezustand.

Hersteller wie Tesla, Hyundai und BMW garantieren ihre Batterien für 8 Jahre oder 160.000 km mit mindestens 70 % Kapazität. Wenn du dein Auto 10 Jahre hältst und 300 Meilen pro Woche fährst, hast du etwa 156.000 km zurückgelegt - also innerhalb der Garantie.

Die Kosten für einen Batteriewechsel liegen heute bei 8.000 bis 12.000 € - aber das ist nur für sehr alte Modelle relevant. Die meisten Fahrzeuge verlieren nur 1-2 % Kapazität pro Jahr. Nach 10 Jahren hast du noch 85-90 % Leistung.

Wie du deine eigene Rechnung machst

Willst du genau wissen, was es bei dir kostet? Dann rechne so:

  1. Finde den offiziellen Verbrauch deines Autos (in kWh/100 km) - das steht im Fahrzeugschein oder auf der Herstellerseite.
  2. Multipliziere mit 4,8 (für 480 km).
  3. Multipliziere mit deinem Strompreis pro kWh.

Beispiel: Du fährst einen VW ID.4 mit 19 kWh/100 km. 19 × 4,8 = 91,2 kWh. Dein Tarif kostet 0,33 €/kWh. 91,2 × 0,33 = 30,10 €.

Das ist deine wahre Kostenzahl - nicht die, die andere im Forum schreiben.

Fazit: Lohnt sich das Elektroauto?

Ja. Für 300 Meilen zahlt du zu Hause im Durchschnitt 30-40 €. Mit Nachtstrom kommt du auf unter 25 €. Das ist weniger als ein Drittel der Kosten eines Benziners.

Die Ladeinfrastruktur wird besser, die Preise sinken, und die Technik wird zuverlässiger. Wer heute ein Elektroauto kauft, investiert nicht nur in Umwelt - sondern auch in langfristige Einsparungen.

Und wenn du deine Rechnung heute aufschreibst? Dann weißt du: Die nächste Tankstelle wird nicht mehr mit Benzin, sondern mit Strom funktionieren - und du wirst dafür weniger zahlen.

Wie viel kostet es, ein Elektroauto für 300 Meilen an einer öffentlichen Ladesäule zu laden?

Die Kosten liegen zwischen 40 und 80 Euro, je nach Ladeanbieter und Ladeleistung. Günstige Säulen (z. B. in Supermärkten) kosten 0,40 €/kWh, Schnelllader an der Autobahn 0,65-0,80 €/kWh. Bei einem Verbrauch von 100 kWh ergibt das 40-80 €. Im Vergleich zu Zuhause (0,35 €/kWh) ist das deutlich teurer.

Kann ich mit Solarstrom mein Elektroauto kostenlos laden?

Ja, wenn du eine Solaranlage auf dem Dach hast und einen Speicher oder einen intelligenten Ladecontroller. In Bayern und Baden-Württemberg laden viele Elektroauto-Besitzer ihr Fahrzeug komplett mit überschüssigem Solarstrom. Ohne Speicher funktioniert es nur tagsüber - aber für tägliche Fahrten reicht das oft. Ein typischer Haushalt mit 6 kWp Solaranlage erzeugt genug für 8.000-10.000 km pro Jahr.

Ist es teurer, ein Elektroauto in München zu laden als in ländlichen Gebieten?

Nein, der Strompreis ist in ganz Deutschland nahezu gleich - außer bei Sonderangeboten. In München gibt es mehr kostenlose Ladesäulen in Parkhäusern, weil die Stadt fördert. In ländlichen Gebieten sind die Ladesäulen seltener, aber die Preise pro kWh sind nicht höher. Der Unterschied liegt in der Verfügbarkeit, nicht im Preis.

Wie beeinflusst die Jahreszeit die Ladekosten?

Die Ladekosten selbst nicht - aber der Verbrauch. Im Winter braucht das Auto mehr Energie für Heizung und kältere Batterien. Das erhöht den Verbrauch um 10-20 %. Im Sommer sinkt der Verbrauch leicht. Ein Auto, das im Sommer 18 kWh/100 km verbraucht, braucht im Winter 20-22 kWh. Das macht 10-15 € mehr pro 300 Meilen aus.

Gibt es staatliche Förderungen für Ladekosten?

Nein, es gibt keine direkte Förderung für Ladekosten. Aber viele Kommunen bieten kostenlose Parkplätze mit Lademöglichkeit an. In Bayern gibt es eine Förderung von bis zu 1.000 € für die Installation einer Wallbox zu Hause. Die Ladekosten selbst werden nicht subventioniert - nur die Infrastruktur.

Lukas Ehrlichmann

Lukas Ehrlichmann

Ich bin ein Automobil-Experte mit großer Leidenschaft für die neuesten Trends und Technologien in der Branche. Meine Spezialität liegt in der Bewertung und Analyse von Fahrzeugen sowie in der Fortbildung über umweltschonende Antriebe. Ich schreibe gerne informative Artikel und Blogposts über grüne Energie und wie diese die Automobilindustrie revolutioniert.